|
Beim Trimmen werden dem Hund nur die überständigen, abgestorbenen Haare entfernt. Ein Trimmhaar erreicht eine bestimmte Länge und stirbt ab. Die Haarwurzel bildet sich zurück und neue Haare wachsen nach. Durch das Trimmen oder Zupfen gibt's "Platz und Luft" für das neue Fell. In seinem Ursprungsland lebt der Cairn viel draussen, jagt, streift durch Hecken und Büsche, da bleiben viele abgestorbene Haare hängen und das neue Fell bekommt Luft zum Wachsen. Das Trimmen ersetzt und unterstützt den natürlichen Fellwechsel des Cairns. Trimmen ist eine nötige Fellpflege beim Cairn Terrier, zudem schützt das Rauhaar vor Schmutz und Nässe. Schert man einen Cairn, so wird nur das Fell gekürzt, aber die toten Haare werden dadurch nicht entfernt. Das neue Haar kann nicht wachsen und der Cairn bekommt ein unregelmässiges, eher weiches Fell. Der Kopf wirkt untypisch. Der Cairn kann Hautprobleme bekommen und wird immer schwerer zu kämmen und zu bürsten sein. Wichtig ist, dass der Welpe bereits vor der Abgabe vom Züchter vom Welpenhaar befreit und dann in den ersten Lebensmonaten regelmässig getrimmt wird. Bei regelmässigen Trimmterminen in den ersten Lebensmonaten lernt der Junghund das Trimmen kennen und wird nicht mit allzulangen "Sitzungen" überfordert. Der erwachsene Cairn soll regelmässig getrimmt werden. Gerne trimme ich Ihren Hund oder helfen Ihnen bei Fragen weiter.
Das doppelte Haarkleid ist pflegeleicht. Das heisst nicht, dass man
gar nichts oder selten was dran machen sollte. Kämmen Sie das feste
Deckhaar 2-3 mal in der Woche mit einem Stahlkamm durch. Eine Schere
zu benutzen ist nur an den Pfoten und am Geschlechtsorgan erlaubt.
2-3 mal im Jahr wird mit Daumen und Zeigefinger das lockere Deckhaar
herausgezupft. Wer es weitgehend vermeiden möchte, dass sein Hund
beim vollständigen abtrimmen nur in Unterwolle dasteht, muss
versuchen nur einen kleinen Teil der fast lockeren Deckhaare zu
entfernen. Das muss aber in kürzeren Abständen geschehen. An den
Ohrspitzen, der Rute, der Halskrause, über den Augen und an der
Afterregion wird das Herauszupfen öfter nötig sein.
Ihr Züchter trimmt für Sie oder er leitet Sie so gut an, dass Sie es
selbst übernehmen können. In den Fachbüchern "Cairn Terrier" von
Peper/Bottenberg sowie in "Cairn Terrier" von Reisser finden Sie
Darstellungen von ungetrimmten und getrimmten Cairns.
Die Innenohren und die Augenwinkel reinigen Sie mit einem feuchten
Tuch. Gewöhnen Sie einen Welpen daran, dass er sich von Ihnen die
Zähne putzen lässt. Das Putzen verhindert den Zahnbelag sowie die
Entstehung von Zahnstein. Ihr Hund riecht dann auch nicht aus dem
Maul. Hierzu können Sie eine herkömmliche mittelstarke Zahnbürste
und wegen des besseren Geschmacks eine Kinderzahnpasta oder
Zahncreme für den Hund nehmen. Tauchen Sie die feuchte Bürste dann
zusätzlich in Schlämmkreide, die Sie in jeder Apotheke bekommen.
Nach etwas Übung und regelmäßiger Anwendung lässt Ihr Hund
sich dieses Ritual gefallen.
Viele Cairn Terrier mögen das Schwimmen oder das Plantschen. Gegen
klares Wasser ist nichts einzuwenden, obwohl das Deckhaar auch etwas
weicher wird. Falls Sie aber einen Schmutzfink haben, der sich mit
Vorliebe in schlammigen Pfützen, Aas oder Kothaufen wälzt, kommen
Sie nicht umhin, ihn mit einem rückfettenden Shampoo zu bearbeiten.
Falls der Geruch noch immer nicht beseitigt ist, massieren Sie ein
Glas Coca Cola ins Fell ein. Lassen es etwas einwirken und spülen
dann anschließend das Fell sehr gut aus. Am Besten ist es, Sie
vermeiden solche Schmutzattacken. Die Hundehaut leidet darunter,
wenn sie zu oft mit Seife oder Shampoo in Berührung kommt. Ein Trick
tut manchmal gut. Geben Sie Ihrem Aas- oder Kotwälzer einige kleine
Stücke vom Harzer Käse. Eigenartigerweise hat er am Aaswälzen keine
Freude mehr. Im Winter reinigen Sie bei Bedarf die Pfoten nach jedem "Salzspaziergang" gründlich mit warmen Wasser. Vorsorgend cremen Sie die Pfoten mit Vaseline ein. Vaseline schützt auch vor anhaftenden Schneeklumpen.
|